LesArt.Preis
der jungen Literatur 2015

Der diesjährige LesArt.Preisträger heißt:
Tobias Kreutzer

 

Laudatio "Spektralfarben", Gewinnertext des LesArt Preises 2015

Spektralfarben ist schmutzig. Und stolz darauf.
Da schreibt jemand, wie er spricht, wo der Ton- kein Zufall, aber auch eben nicht kalkuliert ist.
Er verfügt über eine eigene, raue Stimme, die sich ihrer Kratzigkeit nicht schämt, wenn man so will.
Stringent und bildverliebt erzählt Spektralfarben weniger die Geschichte denn vielmehr das Gefühl einer behüteten Jugend und der kleinen Ausbrüche, der zaghaften Rebellion. Für den Rapsong zu wenig extrem, für das Elternhaus zu asozial heißt es da, und der rotzige, fast widerwillige Tonfall transportiert das besser als jede Handlung es könnte.
Es gelingt dem Autor, seine eigene Stimme nicht nur zu finden, sondern auch, sie ohne sichtbare Anstrengung zu halten. So wirkt Spektralfarben nie bemüht oder konstruiert, auch in seinen Brüchen nicht.

Kurzum: Spektralfarben klingt authentisch, durchweg, und ist dabei wunderbar gewitzt in seiner Schnodderigkeit. Charmant und klug, ohne sich darum zu bemühen, so sagt es der Text selbst: Wie cool ist das denn bitte?


Wir gratulieren Tobias Kreutzer zum LesArt.Preis der jungen Literatur 2015.

Und ein herzliches Dankeschön allen EinsenderInnen!

Die Jury und das LesArt.Team

 

[Hier] ist ein Rückblick auf den LesArt.Preis 2014.

 

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Tobias Kreutzer – Spektralfarben

„Nach zwei Bier in der bis zum Abend angestauten Mittagshitze die leeren Dosen als Pfosten aufgestellt und den Park zum rot glühenden Bernabéu gemacht. ...“

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LeArt.Preis 2015

Florian Kreutzer (l.) nimmt für seinen Bruder Tobias, der sich für ein Auslandssemester in den USA aufhält, den LesArt.Preis 2015 und einen Scheck in Höhe von 800 Euro aus den Händen von Jörg Busatta (r.), Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Dortmund, entgegen.

 

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